Holzarten

Mit der Qualität des Holzes steht und fällt die Qualität eines jeden Holzfensters.

Auch wenn vom Holz, gerade nach einer deckenden Beschichtung, außer einigen Poren nicht mehr viel zu sehen ist, entscheidet die Qualität doch maßgeblich über die Dimensionsstabilität und Dauerhaftigkeit.

Nachstehend stellen wir Ihnen einige für den Fensterbau bestens bewährte* Holzarten näher vor und benennen Ihnen die entsprechenden holzarttypischen Eigenschaften:

*als „bewährt“ gilt eine Holzart übrigens erst nach 15-jährigem erfolgreichem Einsatz
 
Kiefer:
Nadelholz
Wuchsgebiet: Europa
Farbe: Kern gelb- bis rotbraun, Splint hellgelb
Rohdichte (bei 12-15% Holzfeuchte): 440 – 600 kg/m³
Holzarttypische Eigenart: Harzgallen
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Eine der am häufigsten verwendeten Holzarten beim Fensterbau mit insgesamt ordentlichen Eigenschaften. Guter Wärmeschutz, relativ preisgünstig.
 
 
Meranti:
Laubholz
Wuchsgebiet: Südostasien
Farbe: Kern hell-rosabraun bis dunkelrotbraun, Splint gelblich/rosagrau
Rohdichte (bei 12-15% Holzfeuchte): 350 – 650 kg/m³
Holzarttypische Eigenart: Partien mit stark unterschiedlichen Eigenschaften
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Relativ preisgünstige, bewährte Holzart mit guter Dauerhaftigkeit und Dimensionsstabilität bei entsprechender Rohdichte*.
 
*Achtung! Kaum eine Holzart bietet so stark schwankende Eigenschaften wie Meranti – während Rohdichten unter 400 kg/m³ nicht für den Fensterbau geeignet, und auch nicht zugelassen sind, weisen Partien mit über 500 kg/m³ sehr gute Werte in Bezug auf Stabilität und Feuchtigkeitsaufnahme auf. Erst ab einem Rohgewicht von ca. 450 kg/m³ erreicht man akzeptable Resistenzklassen.
Empfehlung: Gerade beim Kauf von Meranti-Fenstern ist ein vertrauenswürdiger, am Besten fremdüberwachter (RAL-Gütezeichen) Fensterbauer, zu bevorzugen.
 
 
Lärche:
Nadelholz
Wuchsgebiet: Mittel- und Osteuropa, Nordamerika, Nordostasien
Farbe: Kern rotbraun, stark nachdunkelnd, Splint gelblich
Rohdichte (bei 12-15% Holzfeuchte): 470 – 650 kg/m³
Holzarttypische Eigenart: harzhaltig, etwas spröde
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Lärche gewinnt beim Fensterbau aufgrund guter und ausgewogener Eigenschaften gerade in Bezug auf Stabilität und Feuchtigkeitsaufnahme zunehmend an Bedeutung. Gutes Preis/Leistungs-Verhältnis, wohl das dauerhafteste europäische Nadelholz.
 
 
Mahagoni:
Laubholz
Wuchsgebiet: tropisches Mittel- und Südamerika
Farbe: Splint grau, Kern gelb bis rotbraun, stark nachdunkelnd
Rohdichte (bei 12-15% Holzfeuchte): 480 – 600 kg/m³
Holzarttypische Eigenart: unterschiedliche Farbtöne der einzelnen Hölzer
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Sehr stabiles, dauerhaftes und feuchtigkeitsunempfindliches Holz. Hervorragend geeignet für den Bau besonders langlebiger Fenster.
 
 
Eiche:
Laubholz
Wuchsgebiet: Europa, Nordamerika
Farbe: Splint grau, Kern graugelb bis hellbraun und dunkelbraun
Rohdichte (bei 12-15% Holzfeuchte): 670 – 770 kg/m³
Holzarttypische Eigenart: Gerbsäure führt bei Eisenkontakt zu Dunkelfärbung
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Der Klassiker! Sehr massives und dauerhaftes Holz. Hervorragend geeignet für den Bau besonders langlebiger Fenster, wie Sie noch heute an vielen denkmalgeschützten Gebäuden eindrucksvoll feststellen können.
 
 
Weitere Holzarten: Fichte (wird hauptsächlich in Bayern verwendet), Hemlock, Douglasie, Sipo und viele mehr.
 
 
Unsere Empfehlung:
Insbesondere bei Fenstern mit Lasur-Oberfläche sollten Sie Wert auf eine dauerhafte und widerstandsfähige Holzart legen, da diese Oberflächen aufgrund ihres geringeren Pigmentanteils anfälliger gegen Umwelteinflüsse sind und somit etwas mehr Pflege bedürfen. Gleiches gilt für stark bewitterte Einbauorte und –situationen (z. Bspl. geringer Dachüberstand oder starke Umwelteinflüsse).
Ein gutes Holz ist nicht teurer, sondern der beste Garant für eine lange Lebensdauer des Fensters und geringe Instandhaltungskosten. Somit wird Ihre Entscheidung für eine bessere Holzart und ein besseres Fenster am Ende immer auch die wirtschaftlichere sein.